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Setzt der VfB sich ab?

Vorschau 21. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

Gemeinsame Aktion des BSV Rehden und Bremer SV am 20. Spieltag (Foto: BSV Rehden)

Am 21. Spieltag steht der Spitzenreiter aus Lübeck angesichts eines Auswärtsspiels beim Schlusslicht in Emden vor einer vermeintlich leichten Aufgabe. Die drei punktgleichen Verfolger HSV II, 96 II und SSV Jeddeloh dürften sich in ihren Partien wohl keinen Ausrutscher erlauben.
 
Kickers Emden – VfB Lübeck (Fr., 20 Uhr)
Mehr Abstand geht nicht: Das mittlerweile fast abgeschlagene Schlusslicht empfängt den mittlerweile wieder souveränen Tabellenführer der Liga. Was sollen die Kickers in diesem Spiel schon ausrichten? Möglich ist eine ganze Menge, davon ist man zumindest in Emden überzeugt. Zwar gingen die vergangenen vier Partien verloren. Doch knappe 1:2-Niederlagen wie gegen die Teutonia oder in Rehden haben die Hoffnung auf bessere Zeiten genährt – den Kickers fehlt nicht so viel zur Konkurrenz. Als klarer Favorit tritt gleichwohl der VfB an: Beim Spitzenreiter werden sie wissen, dass man in Emden nicht allein angesichts eines Vorsprungs von insgesamt 34 Punkten gewinnen wird.
 
Hamburger SV II – TSV Havelse (Sa., 13 Uhr)

Nach einer guten Leistung beim knappen 1:2 gegen den VfB Lübeck ließ der HSV am Mittwoch in Lohne nichts anbrennen: Der Gast gewann das Nachholspiel mit 3:2 und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz. Er scheint also in der Verfassung, den Höhenflug des TSV zu stoppen – und das dürfte nicht für allzu viele Mannschaften gelten. Denn es bedarf offenbar einer sehr guten Form gegen diesen Gast: In den vergangenen fünf Partien ging Havelse nur einmal nicht als Sieger vom Platz, in Unterzahl und beim 2:2 gegen den VfB Lübeck. Der 13. scheint fast unaufhaltsam auf dem Weg nach oben zu sein, steht in Hamburg aber vor einer echten Herausforderung.
 
Hannover 96 II – BSV Rehden (Sa., 13 Uhr)
Das 2:4 in Ottensen kam unerwartet, stoppte es doch eine Serie von sieben ungeschlagenen Spielen (5-2-0): Am letzten Spieltag unterlag ein ungewöhnlich fehlerhaft agierendes 96-Team einem allerdings ziemlich starken Gegner. "Wir können es deutlich besser machen, das wissen wir, und das ärgert uns auch, aber das wirft uns auch nicht um", bilanzierte Trainer Daniel Stendel. Gegen den 14. aus Rehden kann es der Tabellendritte nun besser machen. Der Gast blieb beim 1:1 gegen den Bremer SV am letzten Wochenende zum dritten Mal in Folge ungeschlagen (1-2-0), tritt also in einer ordentlichen Form an. Ob es reicht, dem Gastgeber eine erneute Niederlage beizubringen, erscheint dagegen zweifelhaft.
 
Bremer SV – Weiche Flensburg (So., 13 Uhr)
Das tat gut: Nach fünf Niederlagen in Folge gewann der BSV beim 1:1 in Rehden mal wieder einen Zähler. „Es geht noch“, stellte Trainer Torsten Gütschow danach erleichtert fest. Dass ein Team nach gutem Start nun gleichwohl einen Abstiegsplatz belegt, setzt die Bremer gegen Weiche allerdings noch ein bisschen mehr unter Druck: Möchte man auf einem gesicherten Rang überwintern, sollten weitere Punkte her – zumal der BSV danach beim VfB Lübeck antritt. Aber was ist drin gegen die Flensburger? Der Gast verlor nicht weniger als drei der vergangenen fünf Partien und gewann lediglich vier Zähler in diesen Spielen. In jeden Fall lässt sich wohl formulieren: Der Tabellenfünfte ist immer mal wieder für eine negative Überraschung gut. Wirklich chancenlos erscheint der Bremer SV also nicht.
 
VfV Borussia 06 Hildesheim – Teutonia 05 Ottensen (So., 15 Uhr)
Bis auf den 15. Platz rutschte der VfV nun ab, in Hildesheim hat man längst den Abstiegskampf ausgerufen. Nach den Niederlagen in Lohne (0:4) und Delmenhorst (2:3) sollten also mal wieder Punkte her. Da trifft es sich nicht so gut, dass der Gegner zuletzt durchaus zu überzeugen wusste und dreimal in Folge gewann. Die Teutonia zählt derzeit zu den formstärksten Teams und kletterte auf den 10. Rang der Liga. Immerhin. Das ist zwar noch immer deutlich weniger, als von den Hamburgern eigentlich erwartet wurde. Es dürfte aber reichen, um die Heimaufgabe mit einer Herausforderung für den VfV zu versehen.
 
Holstein Kiel II – Atlas Delmenhorst (So., 14 Uhr)
Angesichts von gleich fünf Unentschieden in den vergangenen sechs Spielen ist Holstein II auf einem guten Weg zum Remis-König der Liga. Allerdings sind Punkteteilungen nun wirklich nicht das richtige Mittel für den 16. der Regionalliga. Möchten die Kieler sich aus dem Tabellenkeller verabschieden, müssen Siege her. In Delmenhorst hat man dies verstanden, denn angesichts von drei Siegen aus den vergangenen vier Partien kletterte der Gast zuletzt auf den zwölften Platz der Liga. Allerdings liegt Atlas nun auch nur drei Punkte vor Holstein II. Mit einem Heimerfolg würde der Gastgeber also nicht nur das ungeliebte Image vermeiden, er könnte auch einen Satz in der Tabelle machen.
 
1.FC Phönix Lübeck – Blau-Weiß Lohne (So., 14 Uhr)

Überwiegend heiter – so sieht es derzeit bei Phönix aus. In den vergangenen zwei Monaten blieb der Tabellenneunte lediglich beim 1:2 in Drochtersen am vorletzten Spieltag ohne Punkte. Allerdings: Die stattliche Ausbeute von 26 Zählern reichte nicht aus, um sich wirklich entscheidend von den unteren Plätzen abzusetzen. Man wird also auch weiterhin zuverlässig punkten müssen, um den Tabellenkeller zu vermeiden, besonders gegen direkte Konkurrenten – und BWL zählt als punktgleicher Tabellenachter zweifellos dazu. Der Gast sammelte zuletzt ebenfalls konstant seine Punkte ein, blieb beim 2:3 gegen den HSV II am Mittwoch aber ohne zählbaren Erfolg.
 
Eintracht Norderstedt – SSV Jeddeloh (So., 14 Uhr)
Dem Überraschungserfolg folgte eine Niederlage: Nach dem 1:0 beim VfB Lübeck musste die Eintracht sich dem TSV Havelse zuletzt mit 0:2 geschlagen geben. „Es war ein hochverdienter Sieg für Havelse, enttäuschend und ernüchternd für uns“, meinte Olufemi Smith. Der Eintracht-Coach erinnerte aber auch an die insgesamt starke Entwicklung des Tabellensiebten: „Wir hatten eine gute Phase in den letzten Wochen, wir haben tolle Ergebnisse gehabt, tolle Spiele, tolle Leistungen gezeigt. Wir werden die Köpfe wieder aufrichten und dann gegen Jeddeloh hoffentlich ein anderes Gesicht zeigen." Vor wenigen Wochen hätte man noch geantwortet: Das ist auch notwendig. Doch zuletzt vermochte sich der einstige Zweite nicht mehr ganz so in Szene zu setzen. Jedenfalls gewann der SSV aus den vergangenen drei Partien lediglich einen Punkt. Zum Favoriten in Norderstedt macht ihn diese Bilanz eher nicht.
 
SpVgg Drochtersen/Assel – SV Werder Bremen II (So., 15 Uhr)
Lediglich einen Sieg feierte der Gastgeber in den vergangenen vier Partien, und das kostete den ein oder anderen Platz in der Tabelle. Als Sechster rangiert die Spielvereinigung aber immer noch deutlich vor dem SVW II (11.). Die Bremer leiden derzeit sicher darunter, dass sie zwei Spiele weniger absolviert haben als die meisten Konkurrenten. Sie leiden aber auch unter schwachen Leistungen. Beim 1:2 gegen St. Pauli II im Nachholspiel am Mittwoch blieb das Team von Konrad Fünfstück bereits zum vierten Mal sieglos (0-1-4). „Der Gegner war cleverer, und wir haben Lehrgeld bezahlt“, meinte der Trainer nach der Pleite gegen den zuvor überwiegend erfolglosen Gegner. Nun steht mit dem Auswärtsspiel in Drochtersen sicher keine leichtere Aufgabe an. Dabei müssen die Bremer punkten, wollen sie den Tabellenkeller auf Distanz halten.

 

(Text: Stefan Freye)

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