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Tage der Entscheidung

Vorschau 17. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Fotos: hansepixx.de)

Nur noch wenige Spieltage trennen die Teilnehmer der beiden Staffel vom Ende der Qualifikation und der Entscheidung über Meister- und Abstiegsrunde. Aber bereits an diesem Wochenende könnte für das ein oder andere Team feststehen: Für den Einzug in die Meisterrunde reicht es in diesem Jahr nicht. Mit der Begegnung Phönix Lübeck gegen Altona 93 gibt es aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes am Buniamshof allerdings auch einen Spielausfall zu beklagen.

Staffel Nord:

Holstein Kiel II – FC St. Pauli II (Sa., 14 Uhr)
Mit einem 3:0 im Nachholspiel beim HSV II setzte sich Holstein II am Montag wieder an die Spitze der Staffel. „Die Jungs haben das toll gemacht, wir waren in der Box sehr präsent und haben einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde gemacht“, meinte Trainer Sebastian Gunkel zufrieden. Der Gastgeber strebt tatsächlich mit großen Schritten in Richtung der Aufstiegsrunde, ihm fehlen nicht mehr viele Punkte. Seinem Gegner geht es ein bisschen anders: St. Pauli hat einen Rückstand von fünf Punkten zum Fünften HSV II und bereits zwei Spiele mehr absolviert. Es ließe sich also auch ganz anders formulieren: In Kiel steht der Gast wohl vor einer der letzten Chancen auf einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften. Nach dem 1:0 über die SpVgg Drochtersen/Assel sollte es am nötigen Selbstbewusstsein allerdings nicht mangeln.

Heider SV – SC Weiche Flensburg (Sa., 14 Uhr)
Seinen letzten Regionalliga-Einsatz absolvierte der Heider SV beim 1:1 gegen St. Pauli vor rund drei Wochen. Das war wieder so ein Spiel, nach dem für die Heider feststand: Es geht doch! Das gab es in den zurückliegenden Monaten allerdings zu selten, und so sind die Chancen des Gastgebers auf einen Einzug in die Meisterrunde auf ein Minimum geschrumpft. Der Gast aus Flensburg reist dagegen als Tabellenzweiter zum Duell mit dem Vorletzten – allerdings auch als gerade erst bezwungenes Team. „Wir sind alle enttäuscht“, meinte Thomas Seeliger nach der unerwarteten 0:1-Heimniederlage gegen den Hamburger SV II im Nachholspiel am Donnerstag. Als klarer Favorit geht Weiche wohl dennoch in das Duell mit dem Heider SV.

Eintracht Norderstedt – Hamburger SV II (So., 14 Uhr)
Beim 1:2 gegen Lübeck (6.) verlor die Eintracht (7.) zuletzt wichtige Punkte im Rennen um die Meisterrunde. Da wäre es natürlich eine gute Idee, den Staffel-Fünften aus dem benachbarten Hamburg drei Zähler abzunehmen. Der Gast gewann aber gerade erst mit 1:0 in Flensburg. HSV-Coach Pit Reimers machte seiner Mannschaft danach ein „Riesenkompliment“. Vor allem die Geschlossenheit des HSV wusste dessen Trainer zu beeindrucken. Zudem sprach Reimers von „Big Points“. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Hamburger die gewonnenen Punkte von Flensburg in Norderstedt nicht einfach so wieder herschenken wollen.

Teutonia 05 Ottensen – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)
Die Teutonia (3.) sammelte bislang 30 Punkte, und das sind gleich zehn Zähler mehr als der Sechste aus Lübeck. Der Gastgeber scheint also auf einem guten Weg in Richtung eines Einzugs in die Meisterrunde. Er bekommt es nun aber mit einem vermutlich hochmotivierten Gegner zu tun. Dank des 2:1 über Norderstedt ist der VfB nämlich wieder dran an den ersten fünf Plätzen. Und dann ist da ja noch das Ergebnis aus dem Hinspiel. In letzter Minute hatte die Teutonia im September zum 1:0-Auswärtssieg an der Lohmühle getroffen. Der Gastgeber gewann damals drei Punkte, die dem VfB heute noch fehlen.

Staffel Süd:

SV Werder Bremen II – SSV Jeddeloh (Sa., 14 Uhr)
Beim späten 2:1 in Hildesheim blieb der SV Werder II bereits zum 15. Mal in Folge ungeschlagen. Der Spitzenreiter stellt derzeit eine echte Herausforderung für seine Gegner dar. Sicher auch für den Tabellensechsten aus Jeddeloh. Die nun seit drei Spieltagen ungeschlagenen Gäste zählen allerdings zu den formstärkeren Teams der Staffel. Nach dem überzeugenden 5:1 beim HSC ist der SSV (21 Punkte) auch wieder dran am Fünften Atlas Delmenhorst (22). Er wird sich in Bremen sicher keine Niederlage leisten wollen.

BSV Rehden – VfB Oldenburg (Sa., 15 Uhr)
Das 1:1 in Delmenhorst ließ alle Möglichkeiten offen, brachte den BSV Rehden aber auch nicht deutlich weiter: Der Staffelsiebte muss mit seinen 17 Zählern schon auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, möchte er noch in die Meisterrunde einziehen. Die eigenen Aufgaben sollte der Gastgeber zudem erfolgreich lösen – und auch das erscheint nicht unproblematisch vor einem Heimspiel gegen den VfB Oldenburg. Der Tabellenzweite hatte in den vergangenen Wochen zwar etwas von seiner Souveränität eingebüßt und den ein oder anderen Punkt abgegeben. Beim 4:0-Heimsieg über den LSK erlebte das Marschwegstadion aber wieder den alten VfB – und dabei ließen die Oldenburger noch einige Chancen ungenutzt.

FC Oberneuland – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 15 Uhr)
Noch im Oktober lagen diese Teams gleichauf und schienen fest verankert im Mittelfeld der Staffel. Mittlerweile hat sich das geändert, tritt doch der Tabellenneunte gegen den Dritten an. Es spricht also eher wenig dafür, dass es deutlich anders laufen wird als beim 3:0-Sieg des VfV im Hinspiel. Zumal der Gast lediglich durch vier Punkte vom sechsten Tabellenplatz getrennt wird. Die Hildesheimer müssen schon noch ein bisschen nachlegen, um die Teilnahme an der Meisterrunde zu sichern. Ihr Gegner besitzt dagegen nur noch theoretische Chancen auf einen Platz unter den ersten Fünf. Der FCO wird mit ziemlicher Sicherheit in die Abstiegsrunde einziehen.

Hannover 96 II – Lüneburger SK Hansa (So., 13 Uhr)
Sieben Punkte aus den vergangenen vier Partien sind eine ordentliche Bilanz. Der Gastgeber besitzt als Tabellenvierter gute Chancen auf den Einzug in die Meisterrunde. Allerdings: Lediglich zwei Zähler trennen 96 II vom sechsten Rang, und zudem wird am Wochenende der Trainer fehlen. Denn Christoph Dabrowski sprang nach der Trennung von Jan Zimmermann als Interimscoach auf der Bank der 96-Profis ein und wird zeitgleich zum Nordderby gegen den Hamburger SV antreten. Auch ohne ihren Übungsleiter stehen die Gastgeber aber wohl vor einer Pflichtaufgabe: Der LSK wartet nun seit fünf Partien auf einen dreifachen Punktgewinn (0-2-3). Er reist lediglich als Tabellenachter nach Hannover.

HSC Hannover – Atlas Delmenhorst (So., 14 Uhr)
Noch vor einigen Wochen durfte man in Hannover zuversichtlich sein: Der Abstand zum fünften Platz war nicht besonders groß, und so schien der Einzug in die Meisterrunde durchaus im Bereich des Möglichen. Das ist nach vier Niederlagen in Folge aber nicht mehr der Fall. Stolze zehn Punkte fehlen dem HSC zur Qualifikation. Sie dürften in den vier noch ausstehenden Partien nicht mehr aufzuholen sein. Den begehrten fünften Rang belegt dagegen der Gegner aus Delmenhorst. Allerdings: Atlas trennte sich nun dreimal in Folge mit einem Remis, und das kostete natürlich ein paar Punkte. Mittlerweile sitzt der SSV Jeddeloh den Delmenhorstern mit nur einem Punkt Rückstand in Nacken.

 


(Text: Stefan Freye)
 

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