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Torreiches Wochenende

Zusammenfassung 6. Spieltag Regionalliga Nord

(Foto: hansepixx.de)

Mit 32 Treffern in neun Spielen durfte der 6. Spieltag der Regionalliga Nord als torreich gelten. Die meisten Partien verliefen dabei in etwa, wie es zuvor erwartet worden war. Das galt allerdings nicht für alle Paarungen.
 
Starke Comeback-Qualitäten stellte Atlas Delmenhorst beim 3:2 (2:2)-Heimerfolg gegen den FC St. Pauli II unter Beweis: Der Gast war durch Robin Guy Müller (4./15.) frühzeitig mit 2:0 in Führung gegangen, doch Atlas glich durch Dimitrios Ferfelis (21., FE) und Lamin Touray (28.) noch vor der Pause aus und legte mit einem Treffer des eingewechselten Oliver Schindler (80.) in der Schlussphase den Grundstein zum dritten Saisonerfolg im fünften Saisonspiel. Während der Gastgeber sich also über drei Punkte freuen durfte, blieb den Hamburgern vor allem der Ärger über einen unglücklichen Spielverlauf. „Am Ende ist es eine unnötige Niederlage, weil wir den Gegner nach der Führung zurück zu schnell ins Spiel haben kommen lassen", meinte Pauli-Coach Elard Ostermann.
 
Der Spitzenreiter hat seine Position verteidigt: Beim 2:0 (0:0) über Phönix Lübeck feierte der SC Weiche Flensburg bereits den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel. Für die Treffer sorgten dabei Lübecks Dren Feka mit einem Eigentor (58.) sowie der eingewechselte Noel Kurzbach (90.). Für die sportliche Einordnung sorgte Weiche-Coach Thomas Seeliger: „Es gibt in der Regionalliga keine einfachen Spiele. Es sind immer Spiele, die genauso in die andere Richtung gehen können. Wir hatten heute Glück, aber letztlich ist es so: Das Quäntchen Glück musst du dir als Mannschaft erarbeiten.“
 
Nach dem ersten Punktgewinn beim 3:3 gegen St. Pauli II ging das vierte Saisonspiel von Blau-Weiß Lohne wieder verloren. Dabei hatte der Aufsteiger bei der 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen die SpVgg Drochtersen/Assel allerdings Pech: Zwischen den Gästetreffern von Jan-Miklas Steffens (27.) und Marcell Sobotta (52.) hatte es nämlich einen Handelfmeter für Blau-Weiß gegeben. Dabei scheiterte Kai Westerhoff allerdings an D/A-Schlussmann Patrick Siefkes (36.). Ein Treffer gelang dem Gastgeber erst spät: Der Anschluss von Marek Janssen (90.+3) vermochte nicht mehr für die Wende zu sorgen.
 
Der SSV Jeddeloh ist angesichts eines 2:1 (0:0)-Heimsiegs über Hannover 96 II in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dabei stellte der SSV einmal mehr seine starke Moral unter Beweis: Nachdem Michel Leon Hahn (56., FE) für den Gastgeber und Robin Friedrich (58.) für 96 II getroffen hatten, lief die Partie auf eine Punkteteilung hinaus. Erst in den Schlussminuten sicherte Marcel Andrijanic (86.) seinem Team die drei Punkte – und dabei gelang dem SSV bereits zum dritten Mal in dieser Saison ein später Treffer, der einen oder gleich drei Zähler einbrachte. Für das Gästeteam kam es dagegen noch dicker: In der Nachspielzeit kassierte Franck Evina nach einer Beleidigung die Rote Karte (90.+3).
 
Der VfV Borussia 06 Hildesheim bleibt das Team der Stunde: Der 1:0 (1:0)-Erfolg im Derby beim TSV Havelse sicherte den Niedersachsen 14 Punkte aus sechs Spielen und den zweiten Tabellenplatz. Dabei hatte der Gast nach der frühen Führung durch einen fulminanten Fernschuss von Moritz Göttel (8.) durchaus Widerstände zu überwinden: So parierte VfV-Keeper Antonio Brandt einen Foulelfmeter von TSV-Kapitän Yannik Jäschke (66.), und nach der Gelb-Roten Karte gegen Kevin Kalinowski (72.) musste der VfV die Führung in Unterzahl ins Ziel retten.
 
Den zweiten Sieg in Serie feierte Teutonia 05 Ottensen: Nach einem 1:0 bei Phönix Lübeck ließen die Hamburger nun einen 2:1 (0:0)-Erfolg über den SV Werder Bremen II folgen. Auch der Gastgeber benötigte dabei allerdings einen Lucky Punch: Teutonias Maik Lukowicz (14.) und der eingewechselte Willi Reincke (78.) hatten zum Unentschieden getroffen, ehe Pascal Steinwender (86.) den Heimerfolg sicherstellte. Der Sieg sicherte den Hamburgern nicht nur den Sprung auf Tabellenplatz elf. Er verhalf der Teutonia auch zu Selbstvertrauen vor einer ziemlich schweren Aufgabe: Im DFB-Pokal geht’s an diesem Dienstag zum Bundesligisten RB Leipzig.
 
Mit dem bislang höchsten Saisonsieg entledigte sich der Hamburger SV II seines Frustes: Eine Woche nach dem 1:4 bei D/A gewann der HSV glatt mit 6:1 (4:1) gegen Kickers Emden. Dabei hatten Daouda Beleme (8./16.), Luis Seifert (13.) und Etienne Sohn (20.) die Weichen binnen 20 Minuten auf Sieg gestellt. Dem Ehrentreffer von Marvin Eilerts (34.) folgten nach dem Wechsel noch die HSV-Tore durch Beleme (71.) und Tom Sanne (90.+3). Dabei stand Emdens Andre Ndiaye beim Abpfiff nach einer Gelb-Roten Karte (62.) gar nicht mehr auf dem Platz. „Wir wollten in allen Spielphasen konsequenter agieren als zuletzt und sofort da sein. Das ist uns eindrucksvoll gelungen“, lobte HSV-Coach Pit Reimers.
 
Das ging schnell: Zwar war Holstein Kiel II früh durch einen Treffer von Niklas Niehoff (3.) in Führung gegangen. Doch der VfB Lübeck reagierte prompt, traf seinerseits durch Mats Facklam (6.) und Felix Drinkuth (13.) und sicherte sich damit einen 2:1 (2:1)-Heimerfolg. Der vierte Sieg im fünften Spiel (4-1-0) ließ den VfB mit der Ligaspitze Schritt halten und bereitete das Team von Lukas Pfeiffer auch auf die kommende Aufgabe vor: Am Mittwoch ist Phönix zum Stadtderby zu Gast in der Lohmühle.
 
Insgesamt sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen – die Formkurve von Eintracht Norderstedt stieg zuletzt deutlich an. Beim 4:1 (2:0) über den Bremer SV war der Gastgeber zunächst durch Standards erfolgreich, wurde die Pausenführung doch durch die Kopfballtreffer von Jan Lüneburg (14.), Jan-Pelle Hoppe (29.) gesichert. Nach dem Wechsel legte Elias Saad (55., FE) nach, ehe der eingewechselte Sebastian Kurkiewicz (75., HE) zum Ehrentreffer des Gastes traf. Danach blieb ein Sturmlauf des körperlich offenbar angeschlagenen BSV allerdings aus. Im Gegenteil: Saad markierte seinen zweiten Treffer (80.), und in der Nachspielzeit scheiterte Eintrachts Manuel Brendel mit einem Foulelfmeter an BSV-Keeper Malte Seemann (90.+1). Zuvor hatte Bremens Justin Gröger nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen (90.).

 


(Text: Stefan Freye)
 

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