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TSV Havelse mit Torhunger

Die Lage in der Staffel Süd

(Foto: hansepixx.de)

Der TSV Havelse ist angesichts seiner zehn Punkte aus vier Spielen (3-1-0) ziemlich gut in die Saison gestartet. Sein Torverhältnis von 12:2 lässt zudem auf ein ausglichen gut besetztes Team schließen – als gutes Beispiel mag der 3:0-Heimerfolg gegen den SSV Jeddeloh am Wochenende dienen. Es ist also gut möglich, dass der aktuelle Spitzenreiter auch weiterhin ein Wörtchen mitreden wird in der offenbar recht ausgeglichen Staffel Süd.

Das 3:2 gegen den FC Oberneuland machte es möglich: Das Team von Hannover 96 II sprang auf den zweiten Tabellenplatz. „Es war bis zum Schluss ein aufregendes Spiel. Aber: Wir haben versucht das Spiel als Einheit zu drehen, und das ist uns auch gelungen", kommentierte Trainer Christoph Dabrowski den Heimsieg gegen den Aufsteiger. Der Teamgeist stimmte also, und das lässt auf einige gute Ergebnisse in den kommenden Wochen hoffen. Dass 96 II ausgerechnet im Derby gegen den VfV Hildesheim die einzige Niederlage kassierte (3-1-1), ist mittlerweile jedenfalls in Vergessenheit geraten.

Der VfL Wolfsburg II zählt nach wie vor zu den Topfavoriten auf den Titel, schon aus Tradition. Bislang wurden die jungen Wölfe diesem Ruf auch gerecht – bis auf die 0:1-Niederlage beim FC Oberneuland. Danach hatte Trainer Henning Bürger den Mangel an „klaren Offensivaktionen“ beklagt. Beim 1:0 gegen den VfB Oldenburg am vergangenen Spieltag reichte ein Treffer allerdings zum Sturz des Tabellenführers. Manchmal kann eine gute Defensive eben die ein oder andere Nachlässigkeit im Angriff kompensieren. Zudem steht ja zu erwarten, dass die talentierte Offensive des VfL mit jeder Woche besser ins Spiel findet.

Bis zur Niederlage in Wolfsburg war der VfB Oldenburg ungeschlagen (2-2-1). Dort kann man also immer noch mit dem Start leben. Schließlich hatte Trainer Dario Fossi auch die erfolgreichen Partien zuvor „richtig eingeordnet“ und um Geduld mit der jungen Mannschaft geworben: „Es wird auch darum gehen, mal eine Niederlage zu verkraften, ich wünsche mir einfach, dass wir Zeit bekommen.“ Angesichts einer knappen Pleite beim designierten Topteam und dem vierten Tabellenplatz wird man in Oldenburg nun sicher nicht unruhig werden.

Der SV Werder Bremen II absolvierte zwar erst drei Spiele, sammelte dabei aber sieben Punkte (2-1-0). Dabei traten die Spieler von Konrad Fünfstück als Minimalisten auf: Ihnen reichten ganze drei Treffer zur aktuellen Ausbeute. Angesichts eines Torverhältnisses von 3:0 liegen die Stärken des Teams derzeit offenbar in der Defensive. Beim 2:0 über den VfV Borussia 06 Hildesheim hatte Werder jedenfalls rund ein Dutzend guter Möglichkeiten ungenutzt gelassen.

Der FC Oberneuland folgt dem Nachbarn mit sechs Punkten auf Platz sechs – er hat allerdings bereits fünf Partien ausgetragen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt waren dem Neuling in Jeddeloh und gegen Wolfsburg II zwei 1:0-Erfolge gelungen. Zuletzt kassierte der FCO dagegen eine 2:3-Niederlage. „Wir haben Lehrgeld bezahlt, sind aber angekommen in der Liga“, meinte Trainer Kristian Arambasic. Es sieht tatsächlich danach aus, als ob sein Team sich bereits ganz gut akklimatisieren konnte.

Der SSV Jeddeloh (1-2-2) kassierte beim 0:3 in Havelse die zweite Saisonniederlage und ist nun seit drei Partien sieglos. Sein Torverhältnis von 7:9 lässt dabei den Schluss auf eine noch nicht völlig eingespielte Defensive zu. Der Tabellensiebte kassierte jedenfalls mehr Treffer als alle Teams vor ihm und wird sich gerade im hinteren Bereich steigern müssen, möchte er Plätze gut machen. 

Das Highlight des VfV Borussia 06 Hildesheim lässt sich leicht ausmachen: Beim 1:0-Derbysieg gegen Hannover 96 II glückte der bislang einzige Saisonsieg (1-1-2). Der Neuling weiß also, wie es geht. Er war auch beim 0:2 in Bremen am Wochenende nicht chancenlos und kann auf ein hartes Auftaktprogramm verweisen: Der VfV musste zudem gegen den VfL Wolfsburg II antreten (0:3) und trug dabei das bislang einzige Spiel im eigenen Stadion aus. Dabei gilt der Aufsteiger ja als recht heimstark.

Der BSV Rehden absolvierte erst drei Partien. Ob es daran liegt, dass der Tabellenneunte noch auf den ersten Sieg wartet (0-2-1)? Dabei ging es bislang allerdings sehr knapp zu: Der BSV hielt mit bei den Unentschieden gegen 96 II (2:2) und zuletzt Atlas Delmenhorst (1:1) sowie bei der Niederlage gegen den SV Werder II (0:1). Insofern sagen sie in Rehden völlig zurecht: Es ist noch alles drin und viel zu früh für eine Prognose.

Etwas Ähnliches dürfte auch für Atlas Delmenhorst gelten, wenngleich der Aufsteiger bereits vier Partien absolvierte und ebenfalls nur zu zwei Punkten kam (0-2-2). Dabei kann Atlas aber für sich in Anspruch nehmen, dass es lediglich beim 1:6 gegen Havelse wirklich deutlich wurde. Bei den Unentschieden gegen den SV Werder (0:0) und zuletzt Rehden (1:1) sowie bei der 1:2-Niederlage gegen 06 II war der Neuling ordentlich aufgetreten.

Den einen oder anderen ordentlichen Auftritt legte auch das Schlusslicht HSC Hannover hin – allein, es reichte nicht zu einem Punktgewinn. Für den HSC gilt wohl ganz besonders, was die meisten Teams im Tabellenkeller vorhaben: Es geht nun darum, den Bock umzustoßen. Angesichts eines Torverhältnisses von 6:12 scheint sicher, dass vor allem die Defensive zulegen muss. 

 


(Text: Stefan Freye)
 

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