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Vereine der Regionalliga Nord der Herren votieren für Abbruch der Saison

Meinungsbild bei Videokonferenz

(Foto: Pixabay/jorono)

Die Vereine der Regionalliga Nord der Herren haben in einer Telefonkonferenz gemeinsam mit dem Geschäftsführenden NFV-Präsidium, Spielleiter Jürgen Stebani sowie Reenald Koch, Vorsitzender des NFV-Regionalligaausschusses, für einen Abbruch der Spielzeit 2019/2020 votiert.

Alle zugeschalteten Teilnehmer der 18 Vereine der Regionalliga Nord der Herren bestätigten die vorab schon per Umfrage abgegebene Auffassung, dass eine Fortführung der Saison mit „Geisterspielen“ oder zu einem späteren Zeitpunkt für sie nicht durchführbar und eine Beendigung der Saison ohne Alternative sei.

Diskussionen gab es darüber ob die Auf- und Abstiegsfrage per Quotient beantwortet werden solle. Der Quotient wird aus der Anzahl der erreichten Punkte zum Stichtag der Aussetzung des Spielbetriebs am 12. März 2020 geteilt durch die Anzahl der bis dahin absolvierten Spiele errechnet. Mehrheitlich sprachen sich die Vereinsvertreter dabei dafür aus, auf Absteiger zu verzichten und in der kommenden Spielzeit mit einer aufgestockten Liga spielen zu wollen.

Im Rahmen der zuvor versendeten Umfrage wurde von einigen Vereinen bezüglich der Aufstiegsfrage in die 3. Liga der Vorschlag einer Relegationsrunde (Hin- und Rückspiel) zwischen dem VfB Lübeck und dem VfL Wolfsburg gemacht anstelle der Quotientenregelung. Nach ausführlichem Meinungsaustausch der Teilnehmer votierte eine knappe Mehrheit für die Austragung einer Relegation.

Das abgegebene Meinungsbild der Vereine fließt nun mit in die Entscheidung des NFV-Präsidiums ein. Diese wird bei einem Außerordentlichen NFV-Verbandstag (Termin voraussichtlich Ende Juni) zur Abstimmung gestellt.

Die Frage einer möglichen alternativen Spielplangestaltung bei Aussetzung des Abstiegs in der Saison 2020/2021 wird in den kommenden Wochen, eng gekoppelt an die Verfügungslage der Länder/des Bundes, in den spieltechnischen Ausschüssen diskutiert.

NFV-Präsident Günter Distelrath danke den Teilnehmern für eine konstruktive und sachliche Diskussion, die trotz schwieriger Themen und emotionaler Betroffenheit stets sportlich fair ablief. „Wir wissen, dass die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden müssen, nicht alle gleichermaßen befriedigen werden und teilweise weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.“
 


(Text: NFV)

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