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Weiche stoppt den VfB

3. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Foto: hansepixx.de)

Mit einem 2:1-Heimerfolg hat der SC Weiche das Schleswig-Holstein-Derby gegen den VfB Lübeck für sich entschieden. Der Sieg im Spitzenspiel der Gruppe Süd ging dagegen an den VfB Oldenburg, der mit 1:0 bei Hannover 96 II gewann. In Lüneburg wurde dagegen gar nicht gespielt: Der Rasen im Neetzer Jahnstadion war nach anhaltenden Regenfällen unbespielbar, und so musste die Partie gegen den SSV Jeddeloh abgesagt werden.

Staffel Nord:

SC Weiche Flensburg – VfB Lübeck 2:1 (1:0)
So kann das gehen: Zuvor hatten die Lübecker durch klare Siege gegen St. Pauli II (3:0) und Altona (7:0) auf sich aufmerksam gemacht. Im Spitzenspiel zogen sie jedoch den Kürzeren gegen einen SC Weiche, der seinerseits eher mühsame Auftritte gegen Altona (3:1) und Holstein Kiel II (3:2) hinter sich hatte. „Jetzt haben wir einen richtig guten Start mit drei Siegen, wobei auch ein Quäntchen Spielglück in Kiel dabei war“, meinte Weiche-Coach Thomas Seeliger nach dem erfolgreichen Spitzenspiel. Sein Trainer-Kollege Lukas Pfeiffer befand: „Das Spiel war zwar spannend, aber wir waren schon mal besser.“ Zunächst hatten die Treffer von Marcel Cornils (36.) und Dominic Hartmann (66.) den Gastgeber mit 2:0 in Führung gebracht. Der Anschluss durch den eingewechselten Cemal Sezer (71.) machte es aber noch einmal spannend bis in die Nachspielzeit. Am Ende verteidigte der SC Weiche den knappen Sieg mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft.

Phönix Lübeck – Holstein Kiel II 2:3 (0:2)
Ein später Treffer von Kasra Ghawilu (84.) sicherte dem Gast nach zwei Niederlage den zweiten Sieg im vierten Spiel. Der Kieler Nachwuchs machte es allerdings spannender als unbedingt nötig. Er hatte durch Dominique Ndure (35.) und Laurynas Kulikas (40.) schließlich noch vor der Pause eine 2:0-Führung herausgeschossen. Das reichte angesichts der Lübecker Treffer von Fabian Graudenz (55.) und Yassine Bouchama (76.) jedoch noch nicht zu den drei Punkten. Am Ende ging Phönix gleichwohl leer aus und vermochte die Ausbeute von vier Saisonpunkten nicht auszubauen.

SpVgg Drochtersen/Assel – Heider SV 2:1 (1:0)
Der Tabellenführer kommt aus Drochtersen: Dank der Treffer von Fabio Dias (32./58.) hatten die Gastgeber eine 2:0-Führung hergestellt, ehe dem Heider SV durch Oke Paulsen (68.) lediglich der Anschluss gelang. Der Heimsieg sicherte der Spielvereinigung also zehn Punkte aus den ersten vier Saisonspielen, und das reicht zum Spitzenplatz der Staffel Nord. Während D/A also richtig gut in die Spielzeit gestartet ist, steht indes auch fest: Der Heider SV dürfte angesichts der nächsten knappen Niederlage durchaus konkurrenzfähig sein. Seine Zeit wird vermutlich noch kommen.

FC St. Pauli II – FC Teutonia Ottensen 1:3 (1:2)
Was hatte Teutonias Coach Dietmar Hirsch nach dem späten Ausgleich beim 1:1 in Drochtersen noch gesagt? „Man muss sehen, dass wir natürlich aus so einem Rückschlag lernen.“ So war es. Zwar hatte St. Pauli II durch Hugo Teixeira (16.) früh zur Führung getroffen. Doch die Tore von Nico Matern (26.), Fabian Istefo (37.) und George Kelbel (54.) brachten den Gast bereits zu Beginn des zweiten Durchgangs auf die Siegerstraße. Deshalb vermochte die auch die Gelb-Rote Karte gegen Teutonias Mats Facklam (90.) nichts am Derbysieg zu ändern.

Altona 93 – Hamburger SV II 0:2 (0:1)
Vor der Pause hatte Robin Velasco (8., FE) den Gast in Führung geschossen, und nach dem Wechsel legte Gentrit Limani (75., FE) ebenfalls vom Punkt zum Endstand nach. Der Gast orientiert sich nach sechs Punkten aus drei Spielen nach oben, während Altona auch nach vier Partien noch auf den ersten Zähler wartet. Das Schlusslicht verlor allerdings lediglich beim 0:7 gegen den VfB Lübeck deutlich, offenbarte ansonsten durchaus seine Qualitäten. Nun geht es wohl darum, diese schnellstmöglich in zählbare Erfolge umzuwandeln.

Staffel Süd:

Hannover 96 II – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)
Zweiter Auftritt, zweiter Sieg: Nach dem 3:0 gegen den SV Werder II zum Liga-Start sicherte sich der Gast auch drei Punkte im Duell mit dem Nachwuchs von Hannover 96. Dabei hatte sich der Gast allerdings lange die Zähne ausgebissen an einer konzentrierten Defensive der Platzherren – und war zudem recht lange in Unterzahl angetreten. Nach gut einer halben Stunde hatte VfB-Stürmer Max Wegner den Platz mit einer Roten Karte (Grobes Foulspiel) nämlich verlassen müssen. Erst der späte Treffer von Marten Schmidt (80.) belohnte die Energieleistung der Gäste.

BSV Rehden – FC Oberneuland 2:3 (2:1)
Zur Pause hatte eigentlich nichts auf einen Auswärtssieg hingedeutet: Die Treffer von Michael Seaton (22.) und Kamer Krasniqi (43.) hatten die Gastgeber zweimal in Führung gebracht, und der zwischenzeitliche Ausgleich von Ebrima Jobe (24.) entsprach nicht wirklich dem durchwachsenen Auftritt des FCO. „Er fiel aus heiterem Himmel“, bekannte Oberneulands Trainer Kristian Arambasic. Im zweiten Durchgang sollte sich das Blatt jedoch komplett wenden. Zunächst sah Rehdens Pierre Becken die Rote Karte (68., Tätlichkeit), dann verwandelte Jobe den fälligen Strafstoß (69.) und traf schließlich zum Sieg (78.). Die Gastgeber wurden angesichts der guten ersten Hälfte also unter Wert geschlagen. „Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen“, so Arambasic.

Atlas Delmenhorst – VfV Borussia 06 Hildesheim 4:1 (2:0)
Hoppla: Mit einem fulminanten Auftritt setzte Atlas bei der Heimpremiere ein echtes Ausrufezeichen. Im VfV war schließlich der Tabellenführer zu Gast, ungeschlagen und ohne Punktverlust. Nun gelangen nicht nur drei Punkte. Das 4:1 markierte zudem den ersten Sieg in der Regionalliga nach dem Aufstieg 2020. Daran hatten die Treffer von Mattia Trianni (12.), Marek Janssen (23.), Niklas Rauch (69., ET) und Marco Stefandl (75.) natürlich einen besonderen Anteil. Der zwischenzeitliche Anschluss von Dominik Franke (53., FE) geht nun lediglich in die Statistik ein.

HSC Hannover – SV Werder Bremen II 0:4 (0:3)
„Ein sehr souveräner Sieg“, meinte Werder-Coach Konrad Fünfstück. So ließ sich der Auftritt des Gastes in der Tat beschreiben. Die Bremer gestatteten dem defensiv orientierten HSC nur wenig Offensivaktionen, dominierten das Geschehen und erzielten regelmäßige Treffer. Am Ende gelangte Oscar Schönfelder (5./74.) und Tim van de Schepop (26./30.) jeweils ein Doppelpack. Der Gastgeber kassierte nach dem ordentlichen Auftakt in Rehden (1:1) nun bereits die zweite Niederlage in Folge, hatte er zuvor doch mit 0:2 gegen den LSK verloren.

Der ganze Spieltag zusammengefasst in 90 Sekunden



(Text: Stefan Freye)

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