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Wie geht’s weiter an der Spitze?

Vorschau 5. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Foto: hansepixx.de)

Im Norden ein Topspiel, im Süden die Derbys – der kommende Spieltag der Regionalliga Nord hält mal wieder eine Menge interessanter Paarungen bereit. Dabei dürfte das Abschneiden der aktuellen Tabellenführer Weiche Flensburg und VfB Oldenburg die Spannung sogar noch etwas steigern.


Staffel Nord:

Heider SV - Altona 93 (Sa., 14 Uhr)
Ging es vor der Spielzeit um vermeintliche Kellerkinder, so wurden in erster Linie diese beiden Teams genannt. Für den Gast – er wartet auch nach sechs Partien noch auf den ersten Sieg (0-1-5) – gilt die Vorhersage bislang uneingeschränkt: Altona 93 ist noch nicht vollends angekommen in der Liga, zeigte sich beim 1:2 gegen Teutonia aber verbessert. Der Heider SV feierte dagegen bereits zwei Saisonsiege. Er mischt deshalb recht gut mit in der Liga und geht nun auch in das Duell gegen die Hamburger als Favorit – eine ungewohnte, aber recht angenehme Rolle für den Gastgeber.

FC Teutonia 05 Ottensen – SC Weiche Flensburg (Sa., 14 Uhr)
Das Spitzenspiel der Staffel Nord: In Hamburg stehen sich die beiden noch ungeschlagenen Mannschaften der Staffel gegenüber. Dabei vermochte Weiche (4-0-0) sogar eine weiße Weste zu behalten, während die Teutonia (3-2-0) bereits Zähler verlor. Und obwohl beim 2:1 in Altona zuletzt ein dreifacher Punktgewinn gelang, sorgte sich Trainer Dietmar Hirsch um den Auftritt seiner Mannschaft: "Ich glaube, das war die schlechteste Saisonleistung über 90 Minuten." Er habe das Derby jedenfalls "nicht genießen" können, und sein Team müsse unbedingt den Hebel umlegen. Hirsch: "Jetzt spielen wir gegen Weiche Flensburg, und die haben, bei allem Respekt vor Altona, eine andere Qualität. Da können wir uns so nicht präsentieren, dann werden wir ein böses Erwachen haben." Keine Frage: Der Gastgeber steht offenbar vor einer Wiedergutmachung.

Holstein Kiel II – Hamburger SV II (So., 14 Uhr)
Angesichts eines durchwachsenen Starts wusste man ja nicht so genau, wohin die Reise der kleinen Störche geht. Nun liegen aber drei Siege in Folge hinter dem Team von Sebastian Gunkel. Dabei wusste der Tabellenzweite (4-0-2) vor allem beim jüngsten 3:0 in Drochtersen zu überzeugen. "Es war ein verdienter Sieg, bei dem die Jungs eine starke Leistung gezeigt haben", lobte der Trainer anschließend. Der Gastgeber scheint also gerüstet für das Nachwuchsduell. Sein Gegner allerdings auch: Der HSV II musste zuletzt zwar pausieren, tritt aber mit sechs Punkten aus zwei Spielen an zur Partie in Kiel. Und er ist offenbar auswärtsstark: In Altona (2:0) und bei St. Pauli II (1:0) haben die Hamburger bereits gewonnen.

Eintracht Norderstedt – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)
Die mäßige Bilanz (1-2-2) lässt nur einen Schluss zu: Der Eintracht ist kein guter Saisonstart gelungen. Allerdings: Bei Weiche Flensburg musste sich der Gastgeber zuletzt nur knapp geschlagen geben (1:2), und in dieser Woche gelang beim 3:0 gegen USC Paloma ein souveräner Sieg im Landespokal. Insofern ist schon etwas drin für die Eintracht. Und vielleicht bietet ja gerade das Derby gegen den VfB eine gute Gelegenheit zum "Comeback". Nach zwei souveränen Siegen verlor der Mitfavorit zuletzt sowohl in Flensburg (1:2) als auch in Kiel (0:1). Hinter dem Gast liegt indes auch ein erfolgreicher Pokalauftritt, gewann der VfB am Mittwoch doch mit 5:0 in Lägerdorf.

SpVgg Drochtersen/Assel – FC St. Pauli II (So., 15 Uhr)
Kein Sieg bei Phönix Lübeck (0:0) und gegen Holstein II (0:3) – der Gastgeber vermochte die eigenen Erwartungen zuletzt nicht zu erfüllen. Die elf Punkte aus sechs Spielen (3-2-1) sichern der Spielvereinigung aber immer noch den vierten Tabellenplatz. Sie liegt damit deutlich vor dem Gast aus Hamburg (10.). Andererseits gelang dem FC St. Pauli beim 3:1 gegen Phönix Lübeck gerade erst der erste Saisonsieg. Die Kiezkicker unternahmen dabei offenbar auch einen Ausbildungsschritt. "Heute haben wir eine super Mischung gezeigt, die man in der Regionalliga braucht: Da geht es nicht immer nur darum, schön zu spielen, sondern auch die Zweikämpfe anzunehmen", meinte Co-Trainer Benjamin Olde. Der Gast weiß also, wie es geht.

Staffel Süd: 

SV Werder II – FC Oberneuland (Sa., 14 Uhr)
Zu Beginn gleich mal ein Stadtderby. Dabei dürfte der Gastgeber als klarer Favorit gelten. Dem 0:3 beim VfB Oldenburg schlossen sich schließlich die souveränen Siege gegen Rehden (3:0) und beim HSC Hannover (4:0) an. Dem FCO war dagegen ein 3:2 zum Auftakt in Rehden gelungen, ehe er beim HSC verlor (0:1) und am Mittwoch auch im Heimspiel gegen den VfB Oldenburg klar mit 0:3 unterlag. "Wir haben zu einfache Tore kassiert, die Niederlage geht in Ordnung", kommentierte FCO-Coach Kristian Arambasic die zweite Pleite in Folge. Der VfB sei "nicht unsere Kragenweite". Ob der SVW dazu zählt? Das muss wohl bezweifelt werden. Andererseits weiß man von Derbys: Sie haben eigentlich auch ihre eigenen Gesetze.

BSV Rehden – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 15 Uhr)
Das tat gut. Der BSV feierte beim 4:2 im Auswärtsspiel gegen Hannover 96 II den ersten dreifachen Punktgewinn nach zuvor nur einem Zähler aus drei Partien. Man darf wohl davon ausgehen, dass der Gastgeber sehr selbstbewusst zum Duell mit dem VfV aus Hildesheim antreten wird. Aber was macht der Gast? Nach zwei Siegen zum Auftakt gingen zuletzt sowohl die Partie in Delmenhorst (1:4) als auch gegen den VfB Oldenburg (0:2) verloren. Dabei zeigte sich der Tabellendritte bei der Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Oldenburg allerdings Über weite Strecken ebenbürtig. Er verfügt offenbar über die spielerischen Mittel, um auch beim BSV bestehen zu kšnnen. Es wird spannend.

Lüneburger SK Hansa – Atlas Delmenhorst (So., 15 Uhr)
Was die bislang absolvierten Spiele betrifft, zählt der LSK zu den Sorgenkindern der Liga. Gerade zwei Partien absolvierte der Gastgeber bislang, der Niederlage gegen Hildesheim (1:2) schloss sich ein 2:0-Erfolg beim HSC Hannover an. Er liegt nun aber bereits rund drei Wochen zurück. Diesmal sollte allerdings weder eine Absage aufgrund von Länderspiel-Abstellung des Gegners noch angesichts eines unbespielbaren Platzes im Neetzer Jahn-Stadion dazwischenkommen. Dafür könnte Atlas dem LSK einen Strich durch die Rechnung machen. Der Gast ist nach drei Partien noch ohne Niederlage (1-2-0) und tritt als Tabellenvierter an.

VfB Oldenburg – SSV Jeddeloh (So., 15 Uhr)
Langsam, aber sicher muss die Frage erlaubt sein: Wer soll diesen VfB Oldenburg stoppen? Der Spitzenreiter offenbarte jedenfalls auch am Mittwoch beim 3:0 im Auswärtsspiel gegen den FC Oberneuland (Tore: Marten-Heiko Schmidt (7.), Rafael Brand (11., FE), Maik Lukowicz (75.)) kaum Schwächen. "Unser Plan ist voll aufgegangen, wir hätten das Spiel früher entscheiden können", meinte Trainer Dario Fossi zufrieden. Mit einer Maximalausbeute von zwölf Punkten aus vier Partien tritt der VfB nun auch als Favorit zum Derby mit dem SSV Jeddeloh an. Der Gast stellt das einzige noch sieglose Team der Staffel. Nach den deutlichen Niederlagen gegen Hannover 96 II (0:5) und in Hildesheim (1:4) gewann der SSV beim 0:0 gegen Atlas Delmenhorst zuletzt aber immerhin einen Zähler. Ob das in Oldenburg reicht?

HSC Hannover – Hannover 96 II (So., 15 Uhr)
abgesetzt

 


(Text: Stefan Freye)
 

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