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„Wir dürfen nicht die Nerven verlieren“

Joachim Philipkowski über die Situation beim FC St. Pauli

(Foto: hansepixx.de)

Das 0:2 beim Heider SV war in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Spiel. Es führte den FC St. Pauli II nämlich nicht nur auf den letzten Platz der Regionalliga Nord. Am Wochenende kassierten die Hamburger in der zehnten Partie auch die erste Niederlage mit zwei Toren Unterschied. Zuvor war es ausgesprochen eng zugegangen. Dem 0:1 gegen den VfB Oldenburg zum Saisonauftakt hatten sich ein 2:2 gegen Werder II sowie ein 4:2-Erfolg gegen Eintracht Norderstedt angeschlossen. Im August ahnte niemand, dass St. Pauli einmal ans Ende der Tabelle rücken würde. Aber in der Folge gelangen Punktgewinne nur noch gegen Drochtersen/Assel (3:3) und Jeddeloh (0:0) – ansonsten setzte es knappe Niederlagen gegen Lübeck (2:3), Hannover 96 II (1:2), Lüneburg (0:1) und nun eben auch gegen den Aufsteiger in Heide.

„Wir haben eine sehr junge Mannschaft“, sagt St. Pauli-Coach Joachim Philipkowski. Allein aus der eigenen Jugend waren im vergangenen Sommer acht Spieler ins Regionalligateam aufgestiegen. Wer in der letzten Saison in der A-Juniorenbundesliga angetreten ist, verfügt in der Regel über eine gute fußballerische Ausbildung. An den Herrenfußball gewöhnen muss sich ein solches Talent trotzdem erst einmal. Es sollte deshalb langsam an die neue Aufgabe herangeführt werden. „Wir haben aber immer fünf, sechs dieser Spieler auf dem Platz“, sagt Philipkowski.

Es ist demnach kein Wunder, dass sich St. Pauli mit Verzögerung zurechtfindet in der Regionalliga. Das wurde in einigen Spielen denn auch recht deutlich. „Gegen Werder müssen wir eigentlich 5:2 gewinnen, und gegen Jeddeloh haben wir vier hundertprozentige Chancen ausgelassen“, erinnert sich der Coach. Es fällt eben auch im Angriff auf, wenn die Erfahrung fehlt. „Vielleicht sollten die Spieler beim Abschluss nicht zu viel nachdenken, manchmal wollen sie es auch zu schön machen“, so Philipkowski. Noch fehlen also Entschlossenheit und Durchschlagskraft – aber das wird kommen.

„Wir werden nicht die Nerven verlieren und in Ruhe weiterarbeiten, denn die Qualität haben wir“, betont Joachim Philipkowski. Seit 1994 arbeitet der 58-jährige nun im hochklassigen Nachwuchsbereich, seit 21 Jahren ist er ausgebildeter Fußballlehrer. Überraschen können ihn die Schwankungen seiner Elf also nicht. Der St. Pauli-Coach ist sich vielmehr sicher, dass sein Team in naher Zukunft abgeklärter und damit auch erfolgreicher auftreten wird. So ist es oft bei ganz jungen Mannschaften aus den Leistungszentren der Profiklubs.

Es ist auch bekannt, dass die Nachwuchsteams in der Rückrunde regelmäßig mehr Punkte gewinnen als vor der Winterpause. So lange möchte Joachim Philipkowski allerdings lieber nicht warten: „Dann kann es ja zu spät sein.“ In Ruhe weiterarbeiten, sachlich blieben und die ersten Erfahrungen möglichst schnell zu stärkeren Leistungen umsetzen – so sieht der Plan aus. Allerdings verbindet Philipkowski mit dem Zeitdruck auch die Notwendigkeit zur Aufmerksamkeit. „Wir müssen jetzt aufpassen und wach sein“, sagt der Trainer des Schlusslichts.
 


(Text: Stefan Freye)

 

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