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"Wir werden weiterhin mit einer sehr jungen Mannschaft antreten“

Björn Schierenbeck von Werder Bremen zur Situation

(Fotos: hansepixx.de)

Die Saison in der Regionalliga Nord ist beendet, insofern herrscht Klarheit. Sicher ist auch, dass im Sommer eine neue Spielzeit starten wird. Aber wie gehen die Vereine mit der Situation um, wie überbrücken sie die Pause und vor welchen Aufgaben stehen sie in dieser Zeit? Hier gibt es nun regelmäßig einen Überblick. 

Der Auftrag ist klar: Bei der U23 sollen die Talente des SV Werder den wichtigen Sprung vom 
Junioren- in den Männerbereich bewältigen. „So funktioniert Herrenfußball“, bestätigt Nachwuchs-Direktor Björn Schierenbeck den wesentlichen Lehrinhalt. Allerdings: Im Moment wird pausiert. Nachdem das Team trotz der langen Pause einige Monate trainiert hatte, befinden sich die Spieler derzeit im Urlaub. Erst am 21. Juni startet die Vorbereitung in die kommende Spielzeit, und zwar mit Trainer Konrad Fünfstück, dessen Vertrag unlängst verlängert wurde. Eigentlich war man sich bereits seit langem einig gewesen. Aber das Nachwuchsteam wird nun mal beeinflusst durch die Arbeit der Profiabteilung. Weil dort nach dem Abstieg aus der Bundesliga nach einem neuen Trainer gesucht wurde, musste gewartet werden: Erst als die Meinung von Neutrainer Markus Anfang eingeholt werden konnte, wurde auch die weitere Zusammenarbeit mit Fünfstück fixiert.

Dessen Kader steht zum Großteil, ist aber noch lange nicht abschließend formiert. Zuletzt hatte der SVW gleich sieben Spieler verabschiedet (Manasse Fionouke, Julian Rieckmann, Fabian Straudi, Fred MC Mensah Quarshie, Kian Hinte, Silas Steinwedel, Edin Mujkanovic). In Justin Njinmah (Holstein Kiel II) und Tom Berger (VfL Wolfsburg II) wurden zwei externe Zugänge vermeldet. Es könnten weitere folgen. „Das hängt vom Bundesliga-Kader ab“, sagt Schierenbeck. Da ist sie wieder, die enge Verbindung zwischen Profis und Nachwuchs. Die dürfte fortan sogar noch ein bisschen enger werden – in der 2. Bundesliga besteht eine größere Chance für junge Spieler. 

Und davon gibt es in der U23 ja genug. Das Team trat zuletzt fast immer mit einer Aufstellung an, die sich vom Alter her kaum von einer U19 unterschied. Dabei war die Fünfstück-Elf allerdings erfolgreich: Nach der Quotienten-Wertung gab es keine bessere Mannschaft in den beiden Staffeln der abgebrochenen Regionalliga Nord. Hätte der SVW nicht auf einen Lizenzantrag verzichtet, so wäre er zu den Aufstiegsspielen in die 3. Liga angetreten. Nun bleibt der Talentschuppen in der vierthöchsten Spielklasse. „Und wir werden weiterhin mit einer sehr jungen Mannschaft antreten“, so Schierenbeck. Rund zehn Spieler sollen aus der eigenen U19 aufsteigen, einige hätten sogar noch ein Jahr im Juniorenbereich antreten dürfen.

Die Regionalliga wird dagegen auf Aufsteiger aus den Oberligen verzichten, ebenso wie es keine Absteiger in diese Spielklassen geben wird. „Das war auch unser Votum“, sagt Björn Schierenbeck. Er findet: „Es ist aber gut, dass ich das nicht entscheiden musste“. Der Werder-Direktor kann die Enttäuschung aufseiten der Oberligisten verstehen. Im vergangenen Jahr war die Liga ja auch noch aufgestockt worden. „Aber damals wurden zwei Drittel der Saison gespielt, diesmal nicht einmal die Hinrunde abgeschlossen - da ist das schon schwieriger“, betont Schierenbeck. Für ihn besteht in der aktuellen Lösung demnach ein fairer Ausgleich: „Im letzten Jahr wurde den Oberligisten entgegengekommen, jetzt müssen mal die Oberligisten entgegenkommen.“
 


(Text: Stefan Freye)

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