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100 Top-Referees aus dem ganzen Norden in Hamburg

Vorbereitung auf die neue Saison läuft auf vollen Touren

(Fotos: Marco Haase)

Mehr als 100 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter aus vier Bundesländern kamen drei Tage lang zu zwei Leistungslehrgängen in Hamburg zusammen – und diese Referees zählen zu den besten: Sie sind als Unparteiische und Assistenten in den höchsten Spielklassen des Nordens und darüber hinaus im Einsatz, so unter anderem in der Regionalliga, 3. Liga, den Frauen-Bundesligen sowie auch den Bundesligen der Juniorinnen und Junioren. In Hamburg absolvierten die Unparteiischen aus der gastgebenden Hansestadt, aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen ihre theoretische und konditionelle Leistungsprüfung, um sich bestmöglich auf die neue Spielzeit vorzubereiten Die Leitung dieser sportlich hochkarätig besetzten Lehrgänge hatte der NFV-Schiedsrichter-Ausschuss mit seinem Vorsitzenden Michael Weiner (Niedersachsen) inne.
Unterstützt wurde Weiner von den weiteren Mitgliedern des Ausschusses, den Obleuten der vier Bundesländer Bernd Domurat (Niedersachsen), Christian Soltow (Hamburg), Norbert Richter (Schleswig-Holstein) und Torsten Rischbode (Bremen). Dabei sorgte Gastgeber Christian Soltow mit der Vorbereitung und Auswahl des Hotels und der Sportanlage in Hamburg-Niendorf für ein professionelles Ambiente.

Im Zentrum des Programms standen die theoretischen und konditionell-praktischen Tests. So hatten die Unparteiischen ihre Regelkenntnis zunächst bei 15 schriftlichen Fragen sowie danach bei 15 Spielszenen per Video unter Beweis zu stellen, die in einem gewissen zeitlichen Tempo beantwortet werden mussten. Und da rauchten dann schon die Köpfe: Ist hier auf strafbares Abseits zu entscheiden? Ist dieses Handspiel unabsichtlich? Foul oder nicht? Reicht bei diesem Foul noch Gelb? Ist dieser Fußeinsatz mit ausgestreckter Sohle nicht klar Rot? Fragen über Fragen, gezielt ausgewählt nach dem Kriterium, dass eine solche Szene durchaus in den kommenden Spielen vorkommen kann. Ziel dieses Programmpunktes war es auch, eine mögliche einheitliche, berechenbare Regelauslegung zu erreichen. Nach der Theorie dann die Praxis: Bei sonnigem Wetter ging es raus auf das Sportgelände Bondenwald beim Niendorfer TSV.

Am Ende war der gesamte NFV-Schiedsrichterausschuss mit den Leistungen ihrer Unparteiischen sehr zufrieden. Der Vorsitzende Michael Weiner in seinem Fazit: „Unsere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sind konditionell und regeltechnisch fit – das freut mich sehr, auch weil dieses Niveau nach zwei Jahren Corona-Pause ohne einen solchen Lehrgang im Norden keine Selbstverständlichkeit ist. Ich bin sehr zuversichtlich, dass unsere Unparteiischen gut gerüstet und vorbereitet in die neue Saison 2022/2023 gehen werden.“ Michael Weiner dankte auch den Verbandsschiedsrichter-Lehrwarten aus Niedersachsen (Mario Birnstiel und Axel Martin), Schleswig-Holstein (Dr. Michael Mond) und Bremen (Jens Franke) für die reibungslose Organisation und Logistik bei den konditionellen und theoretischen Tests.

Der NFV-Schiedsrichterausschuss richtet seinen Blick nun in die Zukunft, auf die neue Serie: „Wichtig für den Norden ist, sowohl bei den Frauen als auch den Herren die Nachwuchs-Förderung, damit wir auch in Zukunft genügend Nachwuchs mit dem nötigen Leistungsvermögen auch für die höheren Spielklassen haben. Denn wir wollen als Norddeutsche auch in den kommenden Jahren in der 3. Liga, 2. Bundesliga und Bundesliga und auch der FIFA vertreten sein.“

Zukunftsfähig ist auch der neue Bewertungs- und Coachingbogen, der in der neuen Serie bundesweit eingeführt wird und der in Hamburg den Unparteiischen vorgestellt wurde. Diesen neuen Bogen, in dem die Leistungen der Unparteiischen in vielen verschiedenen Kategorien bewertet wird, hat eine Arbeitsgruppe des DFB-Schiedsrichterausschusses entwickelt, in der auch Bernd Domurat vertreten war. Neu ist unter anderem das Leistungsprofil, das auf Knopfdruck zeigen wird, in welchen Kategorien die Spielleitungen über dem Durchschnitt liegen und in welchen Bereichen der Referee eventuell noch etwas arbeiten muss – ein Instrumentarium, das auch den speziell den Unparteiischen zugeordneten Coaches bei ihrer Arbeit sehr helfen wird.


(Text: Marco Haase)
 

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